Liebe Eltern,

liebe Besucher*innen unserer Homepage,

 

Wir leben gerade in einer sehr bewegten Zeit. Täglich gibt es neue Verordnungen, die sich auch noch von Ort zu Ort und/oder von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Man hat fast das Gefühl, dass man gar nicht mehr nachkommt, alle aktuellen Ereignisse noch zeitnah und kompetent zu erfassen.

Ich möchte Sie deshalb mit den untenstehenden Punkten wenigstens für den schulischen Bereich wieder auf den aktuellsten Stand bringen.

 

1. Wie geht es ab dem 29.06.2020 für die Klassen 1-4 weiter?

Nach Beschluss der Landesregierung vom 10.06.2020 werden ab dem 29.06.2020 alle Grundschulen und die Klassenstufen 1-4 der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) wieder fast normal geöffnet.

Die Abstandsregelung für Kinder wird aufgehoben. Wir dürfen also alle Kinder der Klassen 1-4 bis zu den Sommerferien wieder täglich im kompletten Klassenverband unterrichten.

Dies ist allerdings noch kein normaler Regelbetrieb!

Da wir jedoch weiterhin angehalten sind, Durchmischungen von Klassen und Gruppen zu vermeiden, werden wir deshalb bis zu den Sommerferien auch keinen Ganztagesbetrieb mehr anbieten.

 

2. Wie geht es ab dem 29.06.2020 für die Klassen 5-9 weiter?

Die Klassen 5-9 werden auch weiterhin wie bisher in ihren eingeteilten Gruppen immer nur an jedem zweiten Schultag Unterricht haben.

Für diese Klassen gelten offiziell auch weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln!

 

3. Welche Fächer werden unterrichtet?

Der Unterricht erfolgt in den Klassen 1-4 nur in den Fächern Sprache (Deutsch), Mathematik und MeNuK. Sport und Musikunterricht bleiben weiterhin nicht erlaubt.

In den Klassen 5-9 werden neben den Hauptfächern Sprache und Mathematik die Fächerverbünde WAG, WZG und NT angeboten. Auch Technik und Kunst kann wieder unterrichtet werden.

Der Religionsunterricht muss leider entfallen, da die Religionslehrer nur an den Schulen zum Einsatz kommen, an denen sie mit den meisten Unterrichtsstunden zum Einsatz kommen.

 

4. Welche Hygieneregeln gelten an unserer Schule:

Da es unsere Schüler*innen nicht verstehen würden, dass es in der gleichen Schule ab nächster Woche unterschiedliche Regelungen für die Klassen 1-4 und für die Klassen 5-9 geben solle, werden wir für gemeinsame Pausen auch die gleichen Abstands- und Hygieneregeln für alle Klassen im Haus anwenden. Damit sind wir auf der sicheren Seite und reduzieren das Risiko einer möglichen Ansteckung.

 

Für alle Personen gelten folgende Hygieneregeln:

Alle Personen müssen auf dem Schulgelände und im Schulhaus eine Mund-Nasen-Schutzmaske dabeihaben, die sie bei Bedarf bzw. nach Aufforderung aufsetzen müssen.

Im Schulhaus gilt eine „Einbahnstraßenregelung“. Die eingerichteten Warte-/Aufstellpunkte sind für alle verpflichtend.

Ganz wichtig ist auch weiterhin die regelmäßige und sorgfältige Handhygiene! Händewaschen nach Ankunft in der Schule, vor und nach dem Toilettengang, vor dem Verlassen der Schule, nach Niesen und Husten (in die Armbeuge!) vor der Zubereitung und/oder vor dem Verzehr von Nahrungsmitteln ist Pflicht!

Kranke Schüler*innen müssen zuhause bleiben! Wer krank an die Schule kommt, wird wieder nach Hause geschickt! Bitte denken Sie aber auch daran, kranke Kinder rechtzeitig im Sekretariat als „krank“ zu melden, damit wir Bescheid wissen.

Alle Schüler*innen müssen bis spätestens Freitag, 26.06.2020 die unterschriebene Gesundheitsbestätigung abgeben!

 

4. Notbetreuung:

Die bisher angebotene Notbetreuung entfällt ab dem 29.06.2020. In Notfällen wenden Sie sich bitte direkt an mich.

 

Zum Schluss noch ein paar persönliche Gedanken:

Ich bin froh und dankbar, dass wir nun wieder alle Klassen an der Schule unterrichten dürfen. Alle Kolleg*innen berichten übereinstimmend, wie fruchtbar die Arbeit in Gruppen mit halber Klassengröße ist. Wir haben signifikant weniger "Störfälle" im Unterricht  und es bleibt viel mehr Zeit zur individuellen Förderung einzelner Schüler*innen. Dafür sind wir sehr dankbar.

Die Vorfälle der Nacht von Samstag auf Sonntag in Stuttgart, die explosionsartige Ansteckungswelle in den Fleischbetrieben in NRW oder in den Wohnheimen in Göttingen zeigen jedoch, wie zerbrechlich dieser derzeitige Zustand ist.

Nur wenn es uns gemeinsam gelingt, unsere Kinder und Jugendlichen darauf vorzubereiten, auch einmal über längere Zeit auf gewohnte und liebgewordene Dinge zu verzichten und/oder Anordnungen zu befolgen, auch wenn sie einem nicht gefallen, werden wir als Gesellschaft gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen.

Haben Sie deshalb den Mut, in der Öffentlichkeit und in den sozialen Netzwerken solche Ausschreitungen wie in Stuttgart oder Göttingen deutlich zu verurteilen und machen Sie ihren Mitmenschen deutlich, dass gerade jetzt soziales Handeln im Sinne aller das Maß aller Dinge ist.

 

In diesem Sinne grüße ich Sie ganz herzlich verbunden mit dem Wunsch: Bleiben SIE gesund!

 

    Wolfram Karg

  Sonderschulrektor

 

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